WWWKurz-Info: Web-Pages anlegen

Hubert Partl
Universität für Bodenkultur Wien
Version 97.9
September 1997


Vorwort

Dieser Text gibt Ihnen einen kurzen Überblick darüber, wie Sie Web-Pages erstellen und über das Internet verfügbar machen können. Ausführlichere Informationen erhalten Sie in der Online-Version durch "Anklicken" der Hypertext-Verweise. Für eine ausführlichere gedruckte Information wird auf die HTML-Einführung verwiesen.

Die Online-Version der Kurz-Info finden Sie an der Adresse
http://www.boku.ac.at/htmleinf/hkurz.html
oder in einer lokalen Kopie.

Wenn Sie die Kurz-Info ausdrucken wollen, können Sie dafür entweder den Print-Befehl Ihres Web-Browsers oder das PostScript-File verwenden (ca. 100 kBytes, ca. 5 Seiten).

Wenn Sie eine lokale Kopie anlegen wollen, können Sie dazu das Archiv-File
ftp://mail.boku.ac.at/www/hein.tar.gz oder
ftp://mail.boku.ac.at/www/hein.zip (ca. 100 kBytes)
und das PostScript-File
ftp://mail.boku.ac.at/www/hkurz.ps (ca. 100 kBytes)
auf Ihren Computer übertragen.

Bitte, beachten Sie das Urheberrecht des Autors.


Grundbegriffe

WWW
WWW (World Wide Web) ist ein Informationssystem, das einen bequemen Zugriff auf Informationen, die auf vielen verschiedenen Computern gespeichert sind, in der Form von Hypertext- und Hypermedia-Links ermöglicht. Der Zugriff erfolgt nach dem Prinzip von Server und Client über das Internet mit dem Protokoll HTTP. Text-Informationen werden auf den WWW-Servern in der Form von HTML-Files gespeichert. Außerdem können auch Bilder, Töne, Videos und beliebige sonstige Files über das WWW übertragen werden, und es können Programme gestartet und Benutzer-Eingaben verarbeitet werden.
Server
Server (Verkäufer, Bedienender) sind die Computer, auf denen die Informationen gespeichert sind. WWW-Server laufen meistens auf Unix-Rechnern und werden auch als HTTP-Dämonen bezeichnet. Es gibt mehrere solche Software-Produkte, sowohl public domain als auch kommerziell.
Client
Clients (Kunden) sind die Benutzer, die Informationen haben wollen. Client-Programme sind die Programme, mit denen die Benutzer von ihren eigenen Rechnern (PCs) aus auf die Informationen, die auf den Servern gespeichert sind, zugreifen. WWW-Client-Programme werden auch als Web-Browser bezeichnet. Beispiele sind Netscape, Internet Explorer und WebTV.
Web-Page
Als Web-Page (Netz-Seite) bezeichnet man ein im WWW veröffentlichtes HTML-File.

Wofür kann ich Web-Pages verwenden?

Das WWW eignet sich nicht für Informationen, die man den Adressaten "aufdrängen" will, wie z.B. dringende Hinweise oder Werbungen. Das WWW eignet sich nur für Informationen, die von den Interessenten freiwillig "angeklickt" werden - also für Informationen, die nützlich und interessant sind oder die unterhalten und Freude bereiten.

Außerdem ist es wichtig, die Informationen so zu strukturieren und anzulegen, daß sie von den Interessenten auch gefunden werden.

Texte, Bilder oder Töne über das WWW verfügbar zu machen, bedeutet, sie weltweit zu veröffentlichen Deshalb müssen alle für Veröffentlichungen relevanten Gesetze und Regeln beachtet werden. Dazu zählen Urheberrecht, Datenschutz, Wettbewerbsrecht, Strafrecht ebenso wie Firmenpolitik, Public-Relations-Konzept, Corporate Identity, Vertraulichkeit und vieles andere mehr. Das Speichern von Informationen im World Wide Web bedeutet nicht automatisch den Verzicht des Autors auf das Urheberrecht und die Nutzungsrechte ("Copyright").

Worauf muß ich achten?

Hardware-Unabhängigkeit durch HTML

Wenn Sie einen Text mit einem Textverarbeitungsprogramm wie z.B. MS-Word für das Ausdrucken auf Ihrem lokalen Drucker erstellen, können Sie das Layout optimal für das verwendete Papierformat und für die auf Ihrem Drucker verfügbaren Schriftgrößen und Schriftarten einrichten. Wenn Sie eine Web-Page über das Internet veröffentlichten, können Sie aber nicht wissen, mit was für einer Client-Software und auf was für einem Bildschirm, mit welchen Fenstergrößen und mit welchen Schriftarten und Schriftgrößen die verschiedenen Benutzer diese Information lesen werden.

Sie müssen deshalb den Inhalt ihrer Information in seiner logischen Struktur festlegen und nicht bloß in seinem sichtbaren Aussehen ("Layout").

HTML unterstützt zu diesem Zweck ein "logisches Markup", bei dem die logische Bedeutung der Text-Teile so festgelegt wird, daß sie vom jeweiligen Web-Browser in der für den Benutzer (Client) optimalen Form dargestellt werden können - mit automatischer Anpassung an die Größe und Form seines Bildschirmfensters, und mit der Schriftart, Schriftgröße und Farbe, die er je nach der Auflösung seines Bildschirms und der Sehschärfe seiner Augen am besten lesen kann.

Software-Unabhängigkeit durch Standards

Wenn Ihr HTML-File auf Ihrem eigenen Web-Browser mit Ihren eigenen persönlichen Einstellungen (Optionen, Präferenzen) gut aussieht, dann bedeutet das noch lange nicht, daß es auch bei anderen Lesern mit den von ihnen verwendeten Browsern und persönlichen Einstellungen gut aussieht oder überhaupt sinnvoll lesbar ist.

Wenn Sie wollen, daß Ihre Web-Page von allen Interessenten gelesen werden kann, dann müssen Sie darauf achten, daß Ihre HTML-Files von allen gängigen Web-Browsern richtig verarbeitet werden ("De-facto-Standard"). Sie können zwar Browser-spezifische HTML-Erweiterungen verwenden, damit Ihre Web-Pages auf bestimmten Web-Browsern besonders schön erscheinen, aber Sie müssen diese Erweiterungen immer so mit den Standard-Elementen kombinieren, daß die Informationen auch für alle anderen Leute wenigstens einigermaßen lesbar erscheinen.

Wie kann ich meine Web-Pages erstellen?

Einfach oder kompliziert?

Für das Erstellen von HTML-Files gibt es grundsätzlich zwei Wege: In beiden Fällen müssen Sie aber darauf achten, daß Sie damit richtige, also Hardware- und Software-unabhängige Web-Pages erzeugen, was leider nicht von allen Software-Produkten richtig gemacht wird.

Verwendung von MS-Word

Damit die automatische Umwandlung von Word-Dokumenten in HTML-Files funktionieren kann, müssen Sie die Word-Dokumente "richtig" erstellen:

Wie kann ich meine Web-Pages verfügbar machen?

Vorgangsweise:

  1. Sie müssen sich ein Konzept für den Inhalt und die Struktur Ihrer Informationen überlegen.
  2. Sie brauchen eine Benutzungsbewilligung und ausreichend Speicherplatz auf einem Web-Server.
  3. Sie müssen die HTML-Files erstellen, korrekturlesen, testen und validieren.
  4. Sie müssen die HTML-Files und die darin verwendeten Bilder etc. auf dem Web-Server abspeichern.
  5. Sie müssen die Verfügbarkeit der HTML-Files bekanntmachen.
  6. Sobald das File öffentlich zugänglich ist, sind Sie dafür verantwortlich, es laufend zu aktualisieren und, wenn es nicht mehr relevant ist, zu löschen.


Ausführlichere Informationen


© Hubert Partl, ZID BOKU Wien